Konsulent für Volksbildung und Heimatpflege Dietmar Lindert mit Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer im Kreise seiner Familie, Freunde und Gratulanten - darunter der Trauner Bürgermeister Ing. Harald Seidl, Kulturstadtrat Mag. Hans Böhm und Pfarrer Mag. Hannes Pitters mit Gattin.

 

Beim „Siebenbürgischen Nachmittag“ wurden von der Jugend jährlich typische Bräuche aus verschiedenen Gemeinden in Originaltrachten vorgeführt. Und seit 12 Jahren hält die Siebenbürger Jugend am 2. Weihnachtstag das „Leuchtersingen“ ab.

1994 reichte Dietmar eine Bewerbung für den Landeskulturpreis ein und die Siebenbürger Jugend erlangte den (gut dotierten) Anerkennungspreis des Landes Oberösterreich. Infolge dessen wurde der Verein zum berühmten Weinberger Advent eingeladen. Gemeinsam mit der Nachbarschaft wurde eine besonders schöne und einmalige Ausstellung realisiert und dadurch das Ansehen und der Bekanntheitsgrad der Siebenbürger Sachsen enorm gesteigert.

Dank der hier gemachten Erfahrungen traute sich die Siebenbürger Nachbarschaft zu, trotz vieler Kritiker 1995 im Schloss Traun erstmals einen Adventmarkt, ähnlich wie im Schloss Weinberg, durchzuführen und lud auch anderer Kulturvereine dazu ein. Der Adventmarkt wurde ein toller Erfolg und wird bis heute jährlich von der Stadt Traun organisiert.

Dietmar ist ein kreativer Kopf und ließ sich immer wieder etwas Neues einfallen: Trachtenvorführungen am Richttag, Tanzseminare der Jugend, Klausuren der Nachbarschaft, Wiederbelebung des Ochsenlaufs im Fasching, Weinlesefest, Einführung des Kronenfestes, Gründung der Vereinszeitung „Der Siebenbürger“  im Jahr 1993, Herausgabe des Kochbuches „Alltägliches und Spezialitäten der siebenbürgischen Küche“, Gründung der „Alten Jugend“ 2001 und der Lustigen Adjuvanten 2004 – immer kam der Anstoß von Dietmar Lindert.

Durch seine guten Kontakte konnte Dietmar viele Trachtenstücke erwerben bzw. bekam sie von Nachbarschaftsmitgliedern geschenkt oder zur Verfügung gestellt – mit ein Grund dafür, dass die Burschen der Jugend bis heute bei besonderen Anlässen die alte Nösner Bauerntracht mit weißer Hose, breitem Riemen und Brustlatz anlegen kann. Die Mädchen der Jugend tragen dank Dietmar gerne die „Landlertracht“ in Erinnerung an die Herkunft der Landler aus unserem Bundesland Oberösterreich. Bei Trachtenumzügen und Festgottesdiensten wird das Andenken an die alte Heimat und an unsere Vorfahren mit dem Tragen der  Borten, Kirchenpelze, Kotzen usw. geehrt.

Dass unsere schönen Trachten, Pelze, Stickereien usw. erhalten bleiben – sei es zum Tragen für die Jugend oder für die Ausstellung in unserem Museum im Schloss Traun – ist Dietmar ein Anliegen und er sammelt unermüdlich weiter. Obwohl ein Mannsbild, vermag er seine Tracht und die seiner beiden Kinder wohl perfekter zu bügeln als so manche Frauen.

Nebenbei spielt Dietmar seit 30 Jahren in der Trachtenkapelle Traun „Siebenbürger“ Flügelhorn und war hier ebenfalls viele Jahre im Vorstand tätig.

In der Evangelischen Kirche Traun setzte er sich seit vielen Jahren als Mitglied der Gemeindevertretung ein und seit den letzten Jahren auch als Presbyter.

Seit seinem Amtsantritt als Nachbarvater ist vieles geschehen, der Höhepunkt aber war sicherlich die Eröffnung des neuen Gemeindesaals der Evangelischen Kirche. Die Siebenbürger Nachbarschaft und Jugend haben, nicht zuletzt dank großer Anstrengungen von Dietmar, ihr neues Vereinslokal (Proberaum und Büro) unter dem Dach des Gemeindezentrums bezogen. Mit diesem Heim hat sich nicht nur die Kirchengemeinde einen Traum erfüllt, auch für Dietmar und seine Mitstreiter ist ein jahrelang gehegter Wunsch wahr geworden.

Wir hoffen, dass Dietmar die Ideen auch in Zukunft nicht ausgehen und sind bereit, sie mit ihm gemeinsam umzusetzen. Das unser sächsisches Leben in Traun so floriert, ist nicht selbstverständlich. Es ist zum Teil Verdienst der Vorgänger, die die Weichen stellten; zum Teil Verdienst des Teams, das mit Dietmar an einem Strang zieht; aber der größte Teil fällt wahrscheinlich dem Verdienst von Dietmar Lindert zu.

Lieber Dietmar, Du scheust kein Hindernis, keine Arbeit und keine Mühen auf Deinem Weg das Erbe Deiner  Vorfahren weiterzuführen.

Dein Vorstand gratuliert Dir im Namen der gesamten Nachbarschaft aufs herzlichste zur wohlverdienten Ernennung zum Konsulenten für Volksbildung und Heimatpflege. Wir sind auch in Zukunft bereit, mit Dir den Weg weiter zugehen!

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